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S h e l t i e   R a t g e b e r


Buchtip für (zukünftige) Sheltiebesitzer(innen) und Sheltiefreunde


ISBN 3-89860-016-5 bede-Bestell-Nr. PR 032



Die Ohrenhaltung beim Sheltie


 
  Der Rassestandart schreibt folgende Ohrenhaltung vor: 2/3 des
Ohres müssen stehen, das restliche 1/3 muss kippen. Während
der Wachstumsphase meiner Shelties habe ich ein wenig nach-
geholfen um zum gewünschten Ziel zu kommen. Beim Gärtner
gibt es "OASIS FIX". Es sieht aus wie ein grünes Knetgummi.
Die Ohrspitzen werden mit etwas Oasis-Fix beschwert, der
grünliche Farbton dunkelt sich schon nach ganz kurzer Zeit ab
und das Oasis fällt von selber nach einigen Wochen wieder vom
Sheltie-Öhrchen herunter. Es schmiert nicht und das Innenfell
des Ohres wird nicht beeinträchtigt. Wie auf diesem Bild bei Nicki
können sich die Öhrchen während der Zahnung oder auch bei
Läufigkeit aufstellen. Nach einem Jahr war das Beschweren von
Nicki's Öhrchen dann endgültig abgeschlossen.   

  Die  Fellpflege

Häufig wird mir die Frage nach der Fellpflege beim Sheltie gestellt.

Es ist mir wichtig, dass Nicki und Lady das Kämmen und Bürsten nicht
als eine lästige Prozedur empfinden, sondern als eine angenehme Routine,
die mit einem Leckerli belohnt wird.

Die tägliche Fellpflege dauert nur wenige Minuten. Im "Steh" oder in der
Seitenlage kämme ich neuralgische Stellen wie das feine Fell hinter den
Ohren, in den Achseln, an den Innenschenkeln und die Hosen, damit sich
dort keine Filzknötchen bilden.

1 x pro Woche bürste ich die beiden Sheltiemädel kräftig gegen den Strich
durch. So werden abgestorbene Haare entfernt und gleichzeitig die Talg-
drüsen in der Haut stimuliert.

Nur während des Fellwechsels wird täglich intensiv gebürstet. Je schneller
das lose Fell entfernt wird, umso besser kann das neue Fell nachwachsen.

Die beste Fellpflege ist inhaltsreiches gutes Futter. Gelegentlich gebe ich
einen Teelöffel Speiseöl hinzu um dem Fell einen schönen Glanz zu verleihen.


                          Erziehung: " Hat's geclickert "

Für die lernfreudigen Shelties bietet das " CLICKERTRAINING " eine ideale
Möglichkeit die Erziehung mit " positiver Verstärkung " zu gestalten.
Bestrafung und jegliche Art von körperlicher oder verbaler Einwirkung sind
nicht nur überflüssig, sondern tunlichst zu unterlassen.

1. Schritt:
Zunächst muss der Hund auf den Clicker "konditioniert" werden: Nach jedem
" Click " wird ein kleines Leckerli gereicht. Schon nach kurzer Zeit hat der
Vierbeiner die positive Bedeutung des Clicks verstanden.

2. Schritt:
Auf das Verhalten, das beigebracht werden soll, erfolgt ein möglichst zeit-
gleicher Click und die versprochene Belohnung.

3. Schritt:
Wenn der Sheltie das erwünschte Verhalten sicher ausführt, wird ein verbales
oder manuelles Kommando eingeführt. Geclickt wird nur noch dann, wenn
der Hund das jeweilige Verhalten auf das bestimmte Kommando hin aus-
führt. Zeigt er das Verhalten ohne Kommando, wird es ignoriert.

4. Schritt:
Beherrscht der Vierbeiner das neue Kommando sicher, wird die Verstärkung
mittels Clicker allmählich abgebaut. Schließt die Trainingseinheiten immer
mit einem Erfolgserlebnis ab. Es ist günstiger, kürzer und dafür lieber öfter
zu üben.

Praxisbeispiel:
Der Sheltie soll sich auf seine Decke legen.
An einem ruhigen Ort die Decke ausbreiten, und sobald der Hund mehr oder
weniger zufällig die Decke berührt , wird geclickert und belohnt. Wenn der
Vierbeiner verstanden hat wofür er belohnt wird, folgt ein Click nur noch, wenn
er mit zwei bzw. dann im nächsten Schritt mit allen vier Pfötchen auf der
Decke steht. Schließlich erfolgt der Click nur noch, wenn er sich auf die
die Decke legt. Sobald der Hund diese Übung sicher beherrscht, führt man
das Kommando "Decke" ein. Nun kann man die Zeitdauer allmählich erhöhen,
die der Hund auf der Decke zu verbringen hat.

Wozu ist der Clicker denn überhaupt notwendig ? Ich kann doch auch direkt
mit Leckerli und Lob üben.
Der wesentliche Vorteil des Clickers besteht darin, dass man unmittelbar
während des erwünschten Verhaltens verstärken kann und der Sheltie deshalb
sehr viel schneller begreift, was er tun soll. Die oftmals leidige Erziehung wird
zu einem Spaß für das Team Mensch und Hund !